Adrian Limacher

Bubenträff «LC Boxen»

Zum zweiten Mal wurde am Landenhof ein Light-Contact Boxing (LC Boxen) Bubenträff angeboten und sechs Jugendliche haben daran teilgenommen.

Was versteht man unter Light-Contact Boxing? Und was hat LC Boxen in der Jungendarbeit zu suchen? Domenic Gossweiler schreibt dazu folgendes: 
„Das Light-Contact Boxen, wird auch Leichtkontaktboxen (DE) oder Boxe Éducative (FR) genannt, ist eine Form des Boxsports, bei welcher der Gegner in spielerischen Zweikämpfen nur touchiert und nicht hart geschlagen wird. Harte Schläge und aggressives Verhalten führen zu Punkteabzug und zur Disqualifikation. Somit positioniert sich Light-Contact Boxen zwischen Fitnessboxen (Training in der Regel ohne Schlagkontakt, Wettkampfcharakter entfällt) und olympischem Boxen/Amateurboxen (harte Schläge erlaubt) und eignet sich sehr gut als Jugend-, Freizeit- und Schulsport. Die spielerische Vermittlung der Technik stellt Fitness, Spass und Freude an der boxerischen Auseinandersetzung in den Vordergrund.“(1)
 
Bei der Planung des Bubenträffs standen einerseits die Schulung der Sozial- und  Selbstkompetenz, andererseits die Annäherung an den Boxsport im Vordergrund. Unser Motto: „Alle wissen was Boxen ist, doch nur wenige wissen wie Boxen geht.
 
Das Training leitete Domenic Gossweiler, ein Lizenzierter LC Boxing / Jugend- und Fitnessboxtrainer des Verbandes Swiss Boxing. Nach kurzem Aufwärmtraining führte er uns schrittweise in die Grundbegriffe und Grundtechniken des LC Boxens ein. Dabei wurde uns vor Augen geführt, wie wichtig Technik und Koordination im Boxen sind. Alle waren gespannt auf das erste «echte» Boxen mit einem Gegenüber. Als wir dann endlich die Boxhandschuhe anziehen durften, war die Vorfreude auf das Boxen grosse. Unter der kundigen Anleitung des Trainers absolvierten wir verschiedene Boxübungen, die allen grossen Spass bereiteten. Im Vordergrund stand der Respekt vor dem Gegenüber. Die Jugendlichen waren mit viel Elan, aber auch mit der nötigen Ernsthaftigkeit bei der Sache.
 
Danach lernten wir mittels verschiedener Sensibilisierungsübungen, unser Gegenüber nur leicht zu touchieren und nicht zu hart zuzuschlagen. Dadurch verbessert sich die Koordination, das Distanzgefühl und das Vertrauen in den Übungspartner. Die Jungen erlebten auch, dass Boxen klare Regel kennt und sie stellten schnell fest, weshalb Boxer körperlich so gut trainiert sein müssen.
 
Mit dem Training werden auch die Sozial- und Selbstkompetenzen gefördert: Sie müssen etwa Steh- und Durchsetzungsvermögen zeigen und sie müssen lernen, nicht durch irgendwelche Tricks zu gewinnen, sondern auf ehrliche Weise. Die Erfahrung, dass man nicht nur austeilen, sondern auch einstecken können muss, erlebt man beim Boxen unmittelbar. Das LC Boxen vereint also viele Aspekte in sich, welche über das Training hinaus in der Lebenswelt der Jungen eine Relevanz haben. 
 
Adrian Limacher
Team- und Gruppenleiter 
Wohngruppe Tour de Suisse

 

Literaturnachweis
 
Internetnachweis

1. Informationsbaltt «Light-Contact Boxen» von Domenic Gossweiler (2016) 

2. www.light-contact.ch/files/sportpaed_1_12_4s_kleina.pdf (Zugriff 24.06.2016)
 
 

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