MARIANNE WYDLER, DOROTHÉE RIEDERER, CHRISTOPH WOODTLI

Sommernachtsfest 2021

«Ein Sommernachtsfest feiern – das können wir immer noch»

«Wo ist wohl die Mutter des neuen Schülers?» «Hier sind bestimmt seine Geschwister.»
«Ist dein Papa schon hier?»
«Zeig mir bitte, an welchem Tisch deine Familie sitzt.»
«Meine Eltern suchen Sie.»
Solche und ähnliche Aussagen waren am Landenhof während des Sommernachtsfests vom 18. August 2021 zu hören. Kinder halfen den Erwachsenen, sich auf der verzweigten Aussenanlage zu finden. Auch Mitarbeitende und Eltern reckten auf dem Festgelände die Köpfe, um nacheinander Ausschau zu halten.

Nach den vergangenen eineinhalb Jahren, in denen Gespräche via Videokonferenz stattfinden mussten, nutzten nun die Erwachsenen die Möglichkeit zu Kontakt in geselligem Rahmen rege. Letztes Jahr konnten nur die Schüler und Schülerinnen am Anlass teilnehmen. Deshalb erlebten nun die Eltern zweier Jahrgänge zugleich hier ihr erstes Sommernachtsfest.

Um Gemeinschaft und Teamwork ging es am Nachmittag bei den Spielposten. Alle Kinder und Jugendlichen absolvierten diese gruppenweise, angefeuert von Zuschauern. Beim Fröbelturm, einem Teamwork-Spiel, erklärte die Spielleiterin: «Da müsst ihr echt gut zusammenarbeiten.» Bloss mit sternförmig von einem Bügel ausgehenden Seilen durften die sechs Klötze aufeinandergestapelt werden. «Schaffen wir das überhaupt?» fragte sich eine Mannschaft.

Am Posten nebenan stürzte ein Turm bestehend aus über 200 kleinen Klötzchen vorzeitig ein. Die Kinder griffen sich an den Kopf und begannen sogleich von Neuem. Manche Teams bauten so hoch, dass sie dazu eine Bockleiter benötigten.

Am Brunnen sollten mit Besenstielen Pingpongbälle herausgefischt werden. Nur spickten diese oft im letzten Moment davon. Hier war feinmotorisches Geschick gefragt, andernorts auch Kraft und Schnelligkeit. Während der kurzen Fussballspiele rangen die Teams mit aller Kraft um den Ball. Nach Schlusspfiff umringte die Mannschaft keuchend den Getränkestand. Auf drei aufblasbaren Spielobjekten - einer Hüpfburg, einem Gladiatoren-Kampfspiel und einem Wettlauf am Gummiseil - kämpften und tummelten sich bis in den Abend hinein Gross und Klein. Erstere behielten dabei die Jüngeren gut im Auge.

Tags darauf erwarteten die Teams während der Pause gespannt die Rangverkündigung. Für den Kindergarten und die Unterstufe gab es Preise fürs Teilnehmen, ab Mittelstufe winkte je nach Punktzahl ein Zustupf in die Gruppenkasse.

Mit ihren Ballonfiguren, Tricks und dem Schminkstand bezauberten Ron Dideldum und seine Frau erneut die jüngeren Kinder und verbreiteten Lachen und Staunen. Wiederum ein Highlight war das feine Nachtessen und das grosse Dessertbuffet der Küche mit Angeboten für jeden Geschmack, musikalisch umrahmt von den melodiösen Jazzklängen des Trios Streeo. Dank der umsichtigen Organisation durch die Dienste des Landenhofs konnte einer der wenigen schönen Sommerabende ausgekostet werden.

Viel Wiedersehensfreude nahm auch der Geschäftsführer Stefan Buchmüller wahr: «Diese ist grösser als das mulmige Gefühl bezüglich des heimtückischen Virus». Mit dem für das Fest zusätzlich erstellten Schutzkonzept konnte das Risiko so weit wie möglich minimiert werden. Auf den Festbänken erinnerten neben den Sonnenblumen Merkzettel an die Hygieneregeln. Die Möglichkeit, sich draussen zu treffen, schätzten die Leute. «Ohne diesen Anlass würde etwas fehlen», meinte Stefan Buchmüller, «Der Aufwand fürs Fest hat sich einmal mehr gelohnt. Wir können immer noch Feste feiern.»

 

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