Marianne Wydler, Dorothée Riederer, Christoph Woodtli

Sommernachtsfest 2020

Am Sommernachtsfest 2020 standen die Kinder im Zentrum. Nach dem vergangenen Semester mit Distanzunterricht und vielen abgesagten Anlässen durften sie am 19. August, dem zweiten Mittwoch des neuen Schuljahrs, ein Fest ganz für sich geniessen.

Vor dem Schulhaus standen die Kinder einzeln und in Gruppen vor einer Fotobox an für ein Erinnerungsbild. Auf den Fotos, welche die Box sogleich nach dem Knipsen ausspuckte, waren jedoch keine Gäste zu sehen. Gemäss Corona-Bestimmungen des Bundesrats durfte das Fest nur in kleinerem Rahmen, also einzig mit der Schülerschaft und den Mitarbeitenden, durchgeführt werden.

Zu Clown Ron, einem festen Wert am Sommernachtsfest, gesellte sich diesmal ein Zauberer auf Riesenbeinen. Wer zwischen seinen Stelzen hindurch huschte, brauchte dabei den Kopf kein bisschen zu ducken. Auf einem Kettenkarussell drehten die Kleineren zu Musik ihre Runden. Seit Beginn der Corona-Krise stand es erstmals wieder im Einsatz. Diesmal war das Schminken in Rons Ecke gestrichen, dafür faszinierte er mit Zaubertricks. So zog er sich ein dünnes Band aus dem Mund, welches fast nicht enden wollte.

Die neueste Spielanlage, Rausschmeisser genannt, sorgte ebenso für Nervenkitzel wie in den Jahren zuvor das Bull Riding. Bei dieser Attraktion mussten mehrere Mitspieler gleichzeitig zwei sich um eine Achse drehenden Balken ausweichen.

Die Helferinnen am Getränkestand und an den Essensausgaben trugen alle einen Mundschutz. Ohne ihnen von den Lippen lesen zu können, war das Verständigen schwieriger. Diese Hürde überwanden die Kinder jedoch gerne, um sich einen Hamburger mit Pommes frites oder einen Hotdog nach Wunsch füllen zu lassen. Zuvor wurden sie vom Oekonomieteam zum Händedesinfektionsmittel und zu ihrem Essensstand hingewiesen.

«Jetzt wird es spektakulär» verkündete Starjongleur Kaspar Tribelhorn am Abend in der Arena. Er liess sich von Kindern eine Leiter halten, stieg darauf und wirbelte brennende Keulen durch die Luft. Um beim Sprung von der Leiter sanft landen zu können, bat er den Gesamtleiter Stefan Buchmüller, sich flach hinzulegen. Der drahtige Artist landete jedoch nach dem Sprung locker wie ein Gummiball auf den eigenen Füssen, und der Gesamtleiter konnte sich wieder vom Boden erheben. Für sein grosses Finale brauchte der Jongleur das mutigste Kind der Arena. Unter den vielen Anwärtern wählte er das Kleinste aus, welches mit einer Pumpe die Tischbombe auf seinem Kopf zünden durfte.

Auch auf dem Sportplatz ging es artistisch zu und her. Am Gummiseil sprangen gleichzeitig vier Kinder vom Trampolin aus durch die Luft. Bei den Kleineren halfen die Instruktoren der Bahn «Flying high» etwas nach.

Nach dem vergangenen Semester ohne Feste konnte die Schülerschaft nun endlich wieder einmal feiern. Die Lehrpersonen und die Sozialpädagoginnen und -pädagogen an den verwaisten Festbänken vermissten jedoch die Kontakte zu den Eltern. Im Nachhinein, beim Erzählen im Schulzimmer, drückten die Kinder ihre Hoffnung aus, die Eltern am nächsten Fest wieder dabei zu haben.

 

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