Matthias Gallati

«Musik macht mega Spass!»

Musik hat für schwerhörige Jugendliche eine grosse Bedeutung. Das bestätigen Aussagen Jugendlicher des Landenhofs: «Eine Melodie lässt sich mir eine Welt öffnen und gibt mir kreative Ideen», sagt die 16-jährige Iris und Lena meint: «Ich höre jeden Tag Musik.

Auch für Schwerhörige ist Musik wichtig

Musik hat für schwerhörige Jugendliche eine grosse Bedeutung. Das bestätigen Aussagen Jugendlicher des Landenhofs: «Eine Melodie lässt sich mir eine Welt öffnen und gibt mir kreative Ideen», sagt die 16-jährige Iris und Lena meint: «Ich höre jeden Tag Musik. Es gehört einfach zu mir». Aber Musik hören darf auch «mega Spass machen», unterstreicht Jan. Etwa ein Drittel der Oberstufenschülerinnen und -schüler des Landenhofs hört nicht nur Musik, sondern spielt sogar ein Instrument, vom Schlagzeug über das Klavier bis zur Zither und zum E-Bass. Einige machen in der Steelband oder der Schulband zusammen Musik.

Wenn die Musik zu grooven beginnt…

«Ich kann mit meinen schwerhörigen Schülerinnen und Schülern praktisch alles machen, was ich mit den Normalhörenden auch kann», sagt Martin Stebler. Er unterrichtet schwerhörige Jugendliche des Landenhofes in Harmonielehre, Rhythmus und er musiziert mit ihnen. Genau wie alle Kinder und Jugendlichen können Schwerhörige ein Instrument erlernen und zusammen Musik machen. «Wir erleben beim gemeinsamen Musizieren im Musikunterricht immer wieder, dass wir in einen Zustand kommen, bei dem alle auf der gleichen Wellenlänge sind, wo die Musik zu grooven beginnt.», sagt Martin Stebler. Und Valentin Jakob, Sozialpädagoge und Initiant der Landenhof-Schülerband doppelt nach: «Alle meine Erfahrungen zeigen, dass sich Musik und Schwerhörigkeit nicht ausschliessen. Wir haben immer wieder sehr talentierte Musikerinnen und Musiker am Landenhof.»

Von der Harmonielehre bis zur Stimmbildung

Der Landenhof fördert die Musikbildung auf allen Ebenen. Schon die Kleinen kommen in der wöchentlichen Fördergruppe mit Musik in Berührung und in den regulären Klassen des Landenhofs gehört Musikunterricht zum Standard. «Bei mir im Unterricht hat sich das aktive Musizieren als Abwechslung zum Schulalltag sehr bewährt. Es ist anregend für die Schülerinnen und Schüler, wenn sie im Musikunterricht andere Sinne nutzen, sich bewegen und etwas ausprobieren können», sagt der Musiklehrer Martin Stebler. Der Lehrplan ist umfassend und reicht von der Harmonielehre über Rhythmik und Musikgeschichte bis zur Stimmbildung und zum Tanz.Wer weiterkommen will, kann an der Musikschule Entfelden ein Instrument erlernen – vom Klavier über die Gitarre und das Saxophon bis zum Schlagzeug.

Die Technik hat grosse Fortschritte gemacht

Damit der Hörgenuss und das Spielvergnügen für Schwerhörige möglichst ungebrochen sind, stellt der Landenhof die Versorgung mit technischen Hilfsmitteln sicher. Der Pädaudiologische Dienst des Landenhofs optimiert die Hörgeräte fürs Musikhören und er stellt Hörhilfen wie etwa FM-Anlagen, die drahtlos mit dem Handy verbunden werden können und somit die Musik direkt ans Hörgerät übermitteln, bereit.

Dieser Artikel wurde im Jahresbericht 2014/15 veröffentlicht. Weitere Beiträge zum Musik hören, Musik machen und Musikunterricht am Landenhof sind dort zu finden.

 

 

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