Primarschule und Kindergarten
Der Kindergarten dauert zwei oder drei Jahre. Die erste und zweite Klasse dauern zusammen drei Jahre, die ganze Primarschule somit sechs Jahre (Lehrstoff der ersten bis fünften Klasse). Auch Kinder (KleinklassenschülerInnen), welche die Lernziele längerfristig nicht erfüllen, werden in der Primarschule integriert gefördert. In der lebendigen Atmosphäre des Kindergartens und des Schulzimmers erfährt das Kind die Wirksamkeit und den Stellenwert der verbalen Sprache in der hörenden Welt. Es wird so angeregt, seine sprachlichen Mittel zu erweitern. Durch einen gezielten Sprachaufbau wird ein Mindestmass an Wortschatz und Satzbauformen sichergestellt.
Der Lehrplan der aargauischen Primarschule dient als Grundlage für den Unterricht. Für einzelne Kinder werden Therapie- und Förderpläne erstellt. In besonderen Fällen können die Lehrkräfte nach Absprache mit der Schulleitung, den Eltern und dem Inspektorat den Lehrplan individuell gestalten.


Oberstufe
Die Oberstufe schliesst an die fünfte Klasse der Primarschule an. Sie nimmt schwerhörige SchülerInnen aus der ganzen deutschsprachigen Schweiz mit ensprechenden schulischen Voraussetzungen auf. Die Oberstufe dauert vier Jahre und gliedert sich in Real-, Sekundar-, und Bezirksschule. Die KleinklassenschülerInnen sind in die Realschule integriert oder werden in separaten Klassen unterrichtet. Als Grundlage für den Unterricht an der Oberstufe dienen die Lehrpläne der aargauischen Oberstufenzüge. Bezüglich der Zwischen- und Abschlussprüfungn richtet sich die Oberstufe des Landenhofes nach den Regelungen der aargauischen Volksschule. Die Durchlässigkeit innerhalb der Oberstüfenzüge ist gewährleistet. Als weiterführende Schule bietet sich neben den öffentlichen Schulen auch die Berufsschule für Hörgeschädigte an.
Von entscheidender Bedeutung ist der Aspekt der Persönlichkeitsbildung. Die SchülerInnen werden auf eine spätere Ausbildung unter Normalhörenden und auf die Integration in die Berufswelt vorbereitet. Anhand spezieller Aktivitäten im Abschlussjahr lernen sie die damit verbundenen Anforderungen sowie ihre persönlichen Möglichkeiten und Grenzen vertieft kennen.

Realschule
Ziele ist die Vorbereitung auf eine Berufslehre oder Anlehre.
Als Unterrichtsmedien stehen neben der Standardsprache auch andere Vermittlungsweisen zur Verfügung. Neben dem sorgfältigen Entwickeln des Abstraktionsvermögens hat handelndes Lernen ein besonderes Gewicht. Durch eigenes Tun und Erfahren werden die Wahrnehmungsfähigkeit, die Phantasie und die Ausdruckskraft gefördert
.


Sekundarschule

Ziel ist die Vorbereitung auf eine Berufslehre. Von den SekundarschülerInnen des Landenhofs wird geistige Beweglichkeit, Ausdauer und Neugierde erwartet. Im sprachlichen Bereich sind sie in der Lage, eine bis zwei Fremdsprachen zu erlernen.


Bezirksschule
Ziel ist die Vorbereitung auf eine berufliche Ausbildung oder den Eintritt in eine Mittelschule. Die aargauische Bezirksschule stellt deshalb die entsprechenden Anforderungen und hat das Angebot eines Progymnasiums. Die Integration in eine öffentliche Schule erfordert oft eine Weiterführung der behinderungsspezifischen Begleitung(Stützpunkt Gymnasium/Fachmittelschule). Gerade für SchülerInnen der Bezirksschule ist die Erweiterung der Sprachkompetenz im Hinblick auf ihre spätere berufliche Tätigkeit von grosser Bedeutung. Zentral ist deshalb der Gebrauch und die Entwicklung der deutschen Lautsprache. Die Selektion für weiterführende Schulen geschieht analog den Regelungen der aarauischen Volksschule.

 

 
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