1836 wurde die Stiftung Taubstummenanstalt Aarau auf Initiative Heinrich Zschokkes, des damaligen Präsidenten der Kulturgesellschaft Aarau, gegründet. Es gab zu jener Zeit sehr viele hörgeschädigte Menschen, 0,5 % der Aargauer Bevölkerung waren betroffen. Nun sollte sich diese Stiftung um das Wohl und die Schulung taubstummer Kinder kümmern. Zuerst war die Taubstummenanstalt in Aarau untergebracht.

1876 wurde das Bauerngut Landenhof mit 5 ha Land durch die Stiftung erworben und

1877 dem eigentlichen Gründungsjahr konnte der Betrieb mit 10 Kindern aufgenommen werden. Neben der Schule mussten die so genannten Zöglinge in der Landwirtschaft mithelfen und die Mädchen auch im Haushalt.

1931 wurde der Neue Landenhof, das heute weithin sichtbare Gebäude eingeweiht. Der Kanton beteiligte sich an den hohen Baukosten von 370 000 Franken, zudem wurde Geld bei Gemeinden und Privaten gesammelt.

1940 gab sich der Landenhof einen neuen Namen: Er hiess nun nicht mehr Taubstummenanstalt, sondern Schweizerische Schwerhörigenschule Landenhof. Sowohl der Kanton als auch die Invalidenversicherung beteiligten sich an den Kosten der Schulung und des Internats. Das Bildungsziel der Volksschule zu erreichen war die neue Herausforderung. Es kamen nun eine Sekundarschulabteilung, der Kindergarten und später die Bezirksschule dazu. So gibt es seit dieser Zeit das gleiche Schulangebot wie in der öffentlichen Schule.

Gegen Ende der Neunzigerjahre musste im Zusammenhang mit dem neuen Leitbild und der Strukturreform auch die Stiftungsurkunde angepasst werden. Seither heisst unsere Institution Landenhof Zentrum und Schweizerische Schule für Schwerhörige.

2004 der Neubau der Schul- und Internatsgebäude ist nach drei jähriger Bauzeit bezugsbereit.

(Quelle: Th. Eichenberger)

 

 

 
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