Auftrag
Die Bildungs- und Erziehungsarbeit
des Landenhofs will die hörgeschädigten Kinder und Jugendlichen
dazu führen, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden und ihr Leben
möglichst selbständig zu gestalten. Kinder und Jugendliche
werden darin unterstützt, sich mit ihrer Hörbehinderung auseinanderzusetzen
und zu ihrer eigenen Persönlichkeit zu finden. Besonders gefördert
wird die Kommunikationsfähigkeit, in erster Linie die Lautsprachkompetenz.
Für wen ist der Landenhof
die richtige Schule?
Im Landenhof werden hörbehinderte
Kinder aus der deutschsprachigen Schweiz geschult, welche die Ziele
der aargauischen Volksschule erreichen können, für die aber
aufgrund der Hörbehinderung eine Aufnahme in die Sonderschule angezeigt
ist. In erster Linie handelt es sich dabei um schwerhörige Kinder
(welche die Sprache vorwiegend über das Gehör wahrnehmen).
Die Schule des Landenhofs ist auch offen für stärker hörbehinderte
Kinder (welche die Sprache vorwiegend über das Ablesen aufnehmen),
wenn sie mit geringer zusätzlicher Unterstützung dem auf Schwerhörige
zugeschnittenen Unterricht folgen können. Bei der Aufnahme stark
hörbehinderter Kinder werden Lautsprachkompetenz, Kommunikationsfähigkeit
in der Gruppe, Wohlbefinden unter Schwerhörigen und Entwicklungsmöglichkeiten
geprüft. Kinder mit einer anderen Behinderung, für die keine
ihren Fähigkeiten entsprechende Schulungsmöglichkeit besteht
(Sekundar- oder Bezirksschule), können in den Landenhof aufgenommen
werden, wenn sie ihrer Behinderung entsprechend geschult und gefördert
werden können und der Schwerhörigenunterricht dadurch nicht
beeinträchtigt wird.
Das Schulangebot
Die Schule des Landenhofs
ist in einer langen Entwicklungsgeschichte von der ursprünglichen
"Taubstummenanstalt" zur heutigen Schweizerischen Schule für
Schwerhörige geworden. Seit vielen Jahren umfasst sie das ganze
Angebot der Volksschulstufe im Rahmen des aargauischen Schulsystems:
Kindergarten, Primarschule, dreigliedrige Oberstufe.
Dies gewährleistet grundsätzlich den Anschluss an alle weiterführenden
Ausbildungsmöglichkeiten.
Kindergarten und Primarschule zählen rund 30 - 35 Kinder, die Oberstufe
und das Brückenjahr 120. Die Klassengrösse liegt im Allgemeinen
zwischen vier und acht SchülerInnen.
Zusammenarbeit mit Eltern und
öffentlichen Schulen
Die LehrerInnen arbeiten mit den SozialpädagogInnen
und Eltern zusammen und unterstützen diese in ihrer Erzieungsaufgabe.
Gelegenheit für Kontakte zwischen Eltern und Schule bieten zwei
jährliche Besuchstage, das Sommernachtsfest, die Weihnachts- und
die Abschlussfeier sowie regelmässige individuelle Standortgespräche.
Auf verschiedenen Ebenen pflegt die Schwerhörigenschule
die Zusammenarbeit mit den öffentlichen Schulen. Kinder, die sich
mit der Schule und dem Internat des Landenhofs vertraut machen wollen,
werden zusammen mit ihren Eltern zu einem halbtägigen Besuch und
anschliessend zu einer Schnupperwoche eingeladen.
|